Avocadospaghetti

Heute gibt es mal wieder ein echtes Halbstunden-Rezept, um nicht zu sagen ein echtes Blitzrezept. Das Kochen dauert hier nur so lange wie die Spaghetti benötigen, um weich zu werden!

Zutaten für 2 Personen:
200 g Spaghetti oder Bavette
1 reife Avocado
2 Knoblauchzehen
2 TL Kapern (wer sie nicht mag, weglassen)
1/2 Limette oder Zitrone
6 getrocknete Tomaten oder aromatische Cocktailtomaten
1/2 Bund Basilikum (einfach den in der Küche stehenden Basilikumtopf plündern)
Cayennepfeffer
Rosenpaprika – wem beides zu scharf ist: Pfeffer und Paprika edelsüß
Salz

Zubereitungszeit: maximal 15 Minuten

Wie bei jedem Nudelgericht als Erstes das Wasser aufsetzen!

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Tomaten in Streifen schneiden und dann die Streifen halbieren. Basilikum in Streifen schneiden. Mit dem Messer durch die abgetropften Kapern gehen (wenn man ein langes Messer nimmt, sind die Kapern dann halbiert; aber ich halbiere keine Kapern…). Zu den Kapern: ich mag am liebsten die ganz kleinen, sie sind die aromatischsten – aber wenn ich Besuch habe, der keine Kapern mag oder sie gerade leer sind, kann man sie auch getrost weglassen. Die Kapern halten sich im verschlossenen Glas im Kühlschrank ewig! Dann noch die halbe Limette ausdrücken.

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Jetzt kommt die Avocado an die Reihe, mit dem Messer am Kern entlang halbieren, auseinandernehmen und den Kern entfernen. Das Innere mit einem Löffel herausnehmen, evtl. braune Stellen aussparen.

Zur Avocado: selten bekommt man sie wirklich reif…. lieber eine unreife kaufen und dann bei Zimmertemperatur nachreifen lassen. Kälte mögen sie nicht, dann schmecken sie nicht (mehr). Meistens werden sie mit dieser Vorgehensweise aromatisch – manchmal gelingt es nicht, dann ab in den Müll – Kompost… aus schlechten Zutaten lassen sich keine leckeren Rezepte zaubern.

Das Fruchtfleisch mit der Gabel zerdrücken – bitte keine elektrischen Geräte benutzen, heute wollen wir kein Püree – so bleibt mehr von der Struktur erhalten. Limettensaft hinzufügen und noch einmal kräftig durchgabbeln.

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Den Knoblauch durch die Presse geben, hinzufügen. Salzen, Cayennepfeffer, Paprikapulver und die kleingeschnittenen getrockneten Tomaten sowie Kapern und Basilikum zugeben. Alles gut vermengen.

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Sieht dann so aus.

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(Ursprünglich wollte ich anstelle von Cayennepfeffer ein wenig dieser Habanero verwenden – diese war aber defitiv zu scharf für Avocadospaghetti und hat eine andere Verwendung gefunden. Wer scharf gar nicht mag, kann auf edelsüßes Paprika ausweichen. Wer keinen Knoblauch mag, kann auf sehr fein geschnittene Frühlingszwiebel oder sehr feingeschnittene Schalotte ausweichen.)

Jetzt noch schnell den Tisch decken, die Spaghetti abgießen – in der Reihenfolge fehlt, dass sie im kochenden gesalzenen Wasser bissfest gegart werden sollen – wenn noch nicht geschehen, verlängert sich das Rezept an dieser Stelle um geschätzte 8 Minuten ;-). Die Spaghetti zurück in den Topf geben und gut mit der Avocadosauce mischen. Jetzt ab auf die Teller und guten Appetit!

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Gulasch mit Kartoffelbrei und Feldsalat

Das Gute an Schmorgerichten ist, sie können ewig auf dem Herd stehen und werden dabei immer besser. Man weiß nicht, wann die Liebsten nach Hause kommen? Mindestens 1,5 bis 2 Stunden Schmorzeit einkalkulieren und dann entspannt auf dem Herd lassen. Essentiell sind für dieses Gericht viele Zwiebeln, es sollten schon 2/3 der Menge an Rindfleisch sein. Alles andere orientiert sich auch daran, was noch im Hause ist. Der Ansatz kann beliebig groß gewählt werden, Gulasch lässt sich wunderbar einfrieren und ist dann ein schnelles Essen.

Zubereitungszeit: schneiden, schnippeln, abschmecken ca. 30 Minuten – schmoren 2 Stunden

Zutaten für 2 Personen:

• 600 g Rindfleisch
• 400g Zwiebeln
• 1 Kartoffel
• 2 Knoblauchzehen
• 1 frische Habanero oder getrocknete Chili oder weglassen
• 1 EL Paprikapulver (je nach Geschmack Rosenpaprika, edelsüß oder beides gemischt)
• 1 Lorbeerblatt
• 10 Pfefferkörner
• Salz
• 3 Wacholderbeeren
• Butterschmalz oder Rapsöl
• Fleischbrühe/Gemüsebrühe oder Weißwein

für den Kartoffelbrei:
• pro Person 2-3 Kartoffeln (größenabhängig)
• Milch
• Salz, Muskat, Pfeffer

• pro Person 2 Hände voll Feldsalat
• 2 EL Joghurt
• 1 TL Senf
• Zitrone, Salz und Pfeffer

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Alles fängt mit dem Schneiden der Zwiebel in Ringe an.

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Jetzt entweder das Fleischstück in mundgerechte Stücke schneiden oder aber schon vorgeschnittenes Fleisch kontrollieren, ob die Stücke wirklich mundgerecht und gleichmäßig groß sind. Die Kartoffel in kleine Würfel schneiden. (Sie sorgen später für Bindung in der Sauce.)

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Zwiebeln in Butterschmalz glasig dünsten, Fleischstücke dazugeben. Die Pfefferkörner mörsern, Habanero würfeln, Knoblauch schälen, flachdrücken und zugeben, salzen und alles zusammen weiterbraten. Kurz bevor die Flüssigkeit zugegeben wird, das Paprikapulver hinzufügen. Das Paprikapulver soll nicht mit dem heißen Topfboden in Kontakt kommen, da es dann bitter wird. Wein angießen, Kartoffelwürfel, Lorbeerblatt und Wacholderbeeren hinzufügen, einmal aufwallen lassen und dann in bei niedriger Temperatur schmoren.

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Wer will kann jetzt auch schon den Kartoffelbrei zubereiten und später nur aufwärmen. Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. In Salzwasser weichkochen. Abgießen und kurz abdampfen lassen. Durch die flotte Lotte drehen. Mit Salz, Pfeffer, Muskat würzen und mit warmer Milch zu Brei schlagen.

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Kurz vor dem Servieren, den Gulasch abschmecken – ist das Fleisch schon zart? Falls nicht: weiterschmoren, falls alle schon hungrig sind, sollte dann aber eine leckere Vorspeise auf den Tisch, es riecht nämlich jetzt schon sehr lecker. Zur Not gibt es den Feldsalat anstatt zum Gulasch als Vorspeise.

Schnell noch den Feldsalat waschen und trocken schleudern, aus Joghurt, Senf, Zitrone und Gewürzen eine Salatsauce rühren und dann:

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Guten Appetit!