Aubergine mit Couscous und Feta

Auberginen gehören definitiv zu meinen Lieblingsgemüsen; die meiste Zeit des Jahres bekommt man sie in einer ansprechenden Qualität – wenn sie beim Einkaufen, weich und labberig sind, dann sollte man sie liegen lassen und ein anderes Gemüse kaufen.
Das Gericht heute gibt es in zwei Variaten, nach dem letzten Bild kommt die Schnellvariate, wenn der Hunger schon so groß ist, dass man es nicht mehr abwarten kann bis die Aubergine überbacken ist.

Zubereitungszeit: 30 Minuten plus Zeit im Ofen, Schnellversion 25 Minuten

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Zutaten für 2 Personen:

1 Aubergine (bei kleineren Exemplaren können es auch 2 sein)
Knoblauch
1 Tasse Couscous
1 Feta
Frühlingszwiebeln
Knoblauch
passierte Tomaten
Petersilie
Salz, Pfeffer, Harissa
Olivenöl

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Als Erstes die Aubergine halbieren, mit dem Teelöffel aushöhlen, so dass eine ca. 1 Zentimeter dicke Wand stehen bleibt; das Innere der Aubergine gleich in Würfel schneiden. Die Frühlingszwiebeln säubern das Weiße in Würfel schneiden, das Grüne in Ringe schneiden. Den Feta in Würfel schneiden. Den Knoblauch schälen.

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Die Aubergine in Olivenöl von beiden Seiten anbraten. Dazu das Öl erst etwas in der Pfanne erwärmen und dann die Aubergine zugeben. Dabei aber eine eher niedrigere Temperatur wählen: erstens zieht die Aubergine nicht so viel Öl, zweitens möchte ich am Ende eine gare Aubergine und keine verbrannte Aubergine! Das Geheimnis liegt wirklich darin, jetzt genügend Geduld zu haben!

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Wenn man die Auberginenhälften aus der Pfanne nimmt, sollten sie von allen Seiten weich sein. Jetzt die Auberginenwürfel anbraten und gleichzeitig den Couscous kochen. (Schnellkochender Couscous wird in gesalzenes kochendes Wasser gegeben, Topf vom Herd nehmen und Deckel drauf, nach 5 Minuten mit der Gabel auflockern und Pfeffern.)

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In eine passende Auflaufform passierte Tomaten geben und diese mit Salz und Harissa und Knoblauch aus der Knoblauchpresse würzen. Harissa ist eine scharfe Würzpaste, die zum größten Teil aus Chilis besteht. Ich habe sie schon in sehr unterschiedlichen Schärfen erhalten – bis gar nicht scharf und eher ein Tomatenmark. Bitte vorher testen! Wer scharf gar nicht mag, kann natürlich auch mit wenig Pfeffer würzen und dann noch Tomatenmark zugeben.

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Die Auberginenhälften in die Form legen. Couscous mit Zwiebeln, Feta und gehackter Petersilie mischen und in die Auberginenhälften füllen. Jetzt noch für ca. 15 Minuten bei 160 º Celsius in den Ofen schieben.

Guten Appetit!

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Für die Schnellversion die Aubergine schälen – reduziert die Garzeit für dieses Gemüse kolossal! Die geschälte Aubergine in Würfel schneiden. Zusammen mit den gewürfelten Frühlingszwiebeln und dem Knoblauch vorsichtig anbraten und so viel Geduld aufbringen, dass alles gar ist! Salzen, pürierte Tomaten und Harissa zugeben – falls die Sauce zu fest ist, mit wenig Wasser verdünnen. Den Couscous wie oben beschrieben zubereiten. Den gewürfelten Feta und die gehackte Petersilie unter den Couscous heben. Couscous und Tomatenauberginensauce auf die Teller geben und dann guten Appetit!

 

Ossobucco

Das Wochenende eignet sich gut für Schmorgerichte, man kann kurz mal in der Küche werkeln, dann das Ganze ca. 2 Stunden in den Ofen schieben – in der Zeit hoffentlich andere schöne Dinge tun und dann mit den Liebsten sehr entspannt im schönen Spätsommerlicht das Ganze genießen. Beim Metzger gab es Beinscheiben und ich konnte so gar nicht widerstehen! Das heutige Schmorgericht ist der italienischen Küche entlehnt – wie üblich gibt es viele Varianten und normalerweise wird das Ganze mit Weißwein gekocht. Bei uns stand aber noch eine geöffnete Flasche Rotwein im Weg und deshalb hat diese den Weg in den Kochtopf gefunden. Zum Wein im Essen: wenn man für Alkoholiker kocht, hat er dort nichts zu suchen! Dann kann man immer mit einem guten Gemüsefond oder einem entsprechenden Fleischfond arbeiten. Bei längerkochenden Gerichten ist der Alkohol verkocht bis man das Gericht isst.

Zutatenliste für 2 Personen:

1 Beinscheibe (sollte schon etwas dicker sein, sonst 2 hat dem Vorteil, dass jeder ein Stück Markknochen bekommt) – noch eine Anmerkung: ich hatte eine Rinderbeinscheibe – sehr lecker ist auch eine Kalbsbeinscheibe, aber schwieriger zu bekommen
1 Zwiebel
1 Möhre
1 Stück von einer Sellerieknolle
1 Ochsenherztomate (oder eine andere Sorte, die sich gut schälen lässt und dann eine leckere Sauce ergibt)
Chili
3 Wacholderbeeren,  2 Lorbeerblätter, 1 Zweig frischer Rosmarin
Rotwein oder Fond
Olivenöl
Knoblauch
Petersilie, Zitronenzesten (ca.1/2 Zitrone), 1 Sardelle
Pfeffer aus der Mühle, Salz
für die Beilage Polenta und Milch

Zubereitungszeit: 30 Minuten aktiv, 2 Stunden schmoren

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Wie immer werden als Erstes die Möhre, Zwiebel und Knollensellerie geschält und in kleine Stücke geschnitten. Jetzt auch schon die Tomate häuten und in Stücke schneiden und schon einmal den Ofen vorheizen (ca. 140 ºC).

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Die Beinscheibe in Mehl wenden, dabei überschüssiges Mehl gleich wieder abklopfen und dann pfeffern und salzen. (Das Mehl hilft uns hier, um noch mehr leckere Röstaromen zu erhalten.)

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Die Beinscheibe im Bräter von beiden Seiten gut anbraten, herausnehmen und die Gemüsewürfel ebenfalls anbraten.  Die Beinscheibe wieder hinzugeben, Chili, Lorbeerblätter, angedrückte Wacholderbeeren und die Tomatenstücke ebenfalls dazu, Flüssigkeit angießen und alles für ca. 2 Stunden ab in den Backofen.

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Kurz vor Ende der Schmorzeit, den Knoblauch pellen und klein hacken, die Petersilie klein hacken, von der Zitrone die Schale mit dem Zestenreißer abreißen (wer keinen Zestenreißer hat, mit dem kleinen Küchenmesser geht das auch, dauert nur ein bisschen länger).

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Eine in Salz eingelegte Sardelle aus dem Glas nehmen gut abspülen und trockentupfen und mit einer Kuchengabel in feine Stückchen zerteilen. Dies alles in einer Schüssel mischen, nennt sich nun Cremolata und kommt beim Anrichten auf das Ossobucco.

Jetzt die Milch erhitzen und Polenta einrühren, salzen, pfeffern und alles auf dem Teller anrichten. Ein grüner Salat rundet das Ganze noch ab!

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Guten Appetit!

Lombergscher Kartoffelsalat

Jetzt habe ich länger nichts veröffentlicht – der Blog ist umgezogen, da es Probleme mit dem alten Provider gab. Und wie es so mit Umzügen ist, sie ziehen sich, dann denkt man alles ist an Ort und Stelle und man stellt fest der Akkuschrauber ist noch in der alten Wohnung…. Nicht zuletzt dank der Werbeagenten in Heidelberg kann ich endlich auch wieder Bilder hochladen und posten!

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Nach der Pause geht es mit einem all-time-Classiker los: Kartoffelsalat! Geht immer, hat immer Wohlfühlcharakter und jede Familie hat ihr eigenes Rezept. Heute gibt es den Kartoffelsalat meiner Großmutter: das ist der Kartoffelsalat meiner Kindheit und damit echt Seventies! Mein erwachsenes Ich isst lieber frische Ananas und selbstgerührte Mayonnaise, aber wenn es bei uns Lombergscher Kartoffelsalat gibt, dann muss er genau so sein und nicht anders (und es gibt 1000 andere Arten von Kartoffelsalat von denen ich auch begeistert sein kann). Aber Achtung: wenn schon Dosenananas, dann aber bitte die Guten – jetzt kommt gleich die Gretchenfrage: was ist gut? Sie dürfen definitiv nicht übersüß sein und keine Stückchen, die schon in der Dose zerfallen. Und megawichtig sind Unmengen von frischem Dill. Jetzt geht es aber los:

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Zutaten für 4 Personen:

1 Zwiebel
1/2 Glas Cornichons (Flüssigkeit aufheben!!!)
1 süßsaurer Apfel
1/2 kleine Dose Ananas
1/4 Ring Fleischwurst
4 Eier
4 große Kartoffeln (oder 8 kleinere)
Unmengen an frischem Dill!!! (mindestens 1 Bund, aber lieber 2)
1/2 Glas Mayonaise

Als Erstes die Kartoffeln aufsetzen und gar kochen. Dann die Eier kochen. (Für alle, die keine eigene Methode haben: Eier in gesalzenes kaltes Wasser geben, wenn das Wasser kocht, 5 Minuten im kochen Wasser lassen, dann abschrecken und etwas auskühlen lassen.)

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Währenddessen die Cornichons in etwas dickere Scheiben schneiden, die Zwiebel würfeln, den Apfel schälen und achteln und in Stücke schneiden. Fleischwurst und Dosenananas  in etwa gleichgroße Stücke schneiden. Jetzt die abgekühlten Eier kleinschneiden. Den Dill fein schneiden.Alles in eine Schüssel geben, das halbe Glas Mayonaise dazu, die Hälfte vom der Flüssigkeit der Cornichons und einen großen Schuss Anananassaft (ca. 50 ml) zugeben. Alles gut durchmischen.

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Jetzt alles an einem kühlen Ort (lieber der Keller als der Kühlschrank) gut durchziehen lassen – am Liebsten über Nacht. UND dann: guten Appetit!

PS: und demnächst versuche ich es dennoch mit einer frischen Ananas!