Ceviche

330 g Rotbarschrückenfilet
2 Stangen Sellerie
2 Frühlingszwiebeln
1/2 Avocado
Saft zweier Limetten
ein kleines Stück Habanero
Koriander
1 EL Olivenöl
als Vorspeise für vier Personen

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Ceviche gehört eindeutig zu den Halbstunden-Rezepten, allerdings sollte man ein wenig mehr Fischerfahrungen als nur Fischstäbchen aus der Tiefkühltrühe haben und auch Spaß am Fisch essen.

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Meine erste Ceviche aß ich an meinem 40.-ten Geburtstag mit mexikanischem Freunden in einem Café in der Sonne sitzend – und ich habe eine Menge schöne Erinnerungen daran. Bislang kam ich nie auf die Idee Ceviche selbst zu machen, aber da kam der Wunsch meines Liebsten, er wolle dieses von mir gelobte Gericht doch auch einmal kosten. Also los: bei rohen Gerichten noch mehr als bei gekochten Gerichten muss man auch über Hygiene sprechen. Selbstverständlich ist immer das Händewaschen mit Seife vor dem Bereiten des Essens. Wer möchte schon die ganzen Apothekenkeime im Salat? Alle Bretter, Messer usw., die mit rohem Fisch in Berührung kamen, werden sofort mit Spülmittel gereinigt und dann auch getrocknet (außer sie gehen in die Spülmaschine und werden dort auch zeitnah gespült).  Fisch, der roh verspeist wird, muss aus einer guten Quelle kommen, einwandfrei sein und sobald die Temperaturen steigen, gekühlt nach Hause transportiert werden. Nach all diesen einleitenden Worten, jetzt aber zum Rezept.

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Als Fischfilet für Ceviche eignet sich Weißfisch ohne Gräten (aus diesem Grund auch das Rückenfilet des Rotbarsches). Dieser wird in Würfel von ca. 1 cm Länge geschnitten und im Limettensaft im Kühlschrank mariniert – die Angaben schwanken zwischen einer Viertelstunde (definitiv zu wenig) und 2,5 Stunden. Meines war 1 knappe Stunde im Kühlschrank. Durch den Limettensaft wird das Eiweiß denaturiert und  ist dann quasi gegart.

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In der Zwischenzeit habe ich die Zwiebeln und den Sellerie in dünne Ringe geschnitten, die Tomate entkernt und in kleine Würfel geschnitten, die Avocado ebenfalls gewürfelt, ein Stück der Habanero in kleinste Würfel geschnitten und den Koriander gehackt. Bei der Habenero sollte man vorsichtig sein, es kommt immer auf die Schärfe dieser kleinen Schoten an und wie scharf man es selbst mag, lieber weniger als zu scharf.

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Als Ersatz taugt Cayennepfeffer oder wenn man es gar nicht scharf mag ein wenig weißer Pfeffer. Nach dem Marinieren, den Fisch durch den Seiher abgießen und den Saft auffangen. Fisch und andere Zutaten mischen, salzen, Olivenöl untermischen und noch ca. 2 EL vom Limettensaft zugeben. Falls die Ceviche nicht gleich gegessen wird, bis zum Servieren zurück in den Kühlschrank.

Buen approveche!

One thought on “Ceviche”

  1. Grossartiges Rezept für ein grossartiges Gericht, besonders mit vieeeel frischem Chilli eine Wucht die einem die Sinne und den Magen am Beginn einer Mahlzeit öffnet! Und Gratulation für den neuen Blog – das wird ganz toll! :-)) Luca

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