Rotkraut mit Hirsebällchen

Der Winter hat sich noch nicht gänzlich verzogen und so gibt es noch ein Winterrezept mit Rotkraut. Superlecker – echtes Soul-Food. Für alle die schneller fertig werden wollen, es geht auch mit handelsüblichem Dosenrotkraut.

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Rotkraut selbst machen, ist für mich immer wieder ein Event: zum Einen muss man die Kohlköpfe erst einmal klein bekommen, dann ergibt selbst ein kleiner Kopf gleich große Mengen – zum Anderen zieht ein leckerer Duft durch das Haus. Diesmal habe ich absichtlich den kleinsten zu findenden Rotkohl gekauft. Dennoch hätte die gesamte Portion 8 Menschen satt gemacht. Demnach habe ich aus der Hälfte des entstandenen Rotkrauts den Auflauf gemacht und den Rest für den Sonntagsbraten aufgehoben. Jetzt aber los:

Rotkraut selbst gemacht:

1 Rotkohl (der kleineren Sorte, sonst entsprechend mehr der übrigen Zutaten)
1 Zwiebel
Butterschmalz
3 Wacholderbeeren
3 Gewürznelken
3 Lorbeerblätter
schwarzer Pfeffer, Salz, trockener Rotwein UND unbedingt Pflaumenmus

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Als Erstes wird der Rotkohl halbiert, der Stunk zum größten Teil entfernt, je nach Größe des Kohls die Hälften weiter in Viertel oder Achtel teilen und dann in Streifen schneiden. Die entstandenen Streifen sollen am Ende so klein sein, dass man sie mühelos mit der Gabel bewältigen kann.

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Die Zwiebel in Würfel schneiden und in Butter anbraten, wenn sie glasig sind die Rotkohlstreifen zugeben und unter Rühren auch anbraten, salzen, pfeffern. Die Wacholderbeeren mit einem Messer andrücken, zum Kraut dazugeben, ebenso Lorbeerblätter und Nelken. Mit Rotwein ablöschen, gut durchrühren und noch 1 bis 2 Esslöffel Pflaumenmus zugeben. Jetzt vor sich hin garen lassen und ab und zu rühren.

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Während das Rotkraut vor sich hin köchelt, kann man schon einmal den Rest vorbereiten:

für 4 Personen

200 g Hirse
Wasser, ca. die dreifache Menge
2 Schalotten oder eine Zwiebel
2 Eier
2 EL Magerquark – zur Not tut es auch ein anderes Sauermilchprodukt, dann werden die Bällchen aber weicher – nicht so gut formbar
100 g Gorgonzola oder anderer Blauschimmelkäse – ich könnte mir durchaus auch einen reifen Brie oder.. vorstellen, für alle, die keinen Blauschimmel mögen 😉
200 ml Milch
frisch geriebene Muskatnuss

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Hirse in gesalzenem Wasser garen (es geht auch Gemüsebrühe). Das dauert ungefähr 10 Minuten, es sollte keine Flüssigkeit mehr vorhanden sein, wenn die Hirse noch nicht gar ist, weitere Flüssigkeit zugeben und weitergaren. Kurz abkühlen lassen, dann Eier, kleingewürfelte Schalotten, Quark unterheben und mit Pfeffer und Salz würzen.

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Gorgonzola und Milch mit dem Zauberstab verrühren, geht super, hat dann eine schöne cremige Konsistenz und mit Muskat und Pfeffer würzen. Der Käse ist salzig genug, so dass man hier kein weiteres Salz braucht.

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Jetzt kommt der große Moment: das Rotkraut wird noch einmal abgeschmeckt und dann in eine gefettete Form gegeben – falls Ihr das gesamte Rotkraut verbrauchen wollt, ladet Eure Nachbarn ein. Dann aus dem Hirsebrei mit dem Löffel Bällchen stechen – und auf das Rotkraut setzen. Zum Schluss die Käsesauce darübergeben und bei 180 °C für 20 Minuten in den Ofen.

Guten Appetit!

 

3 thoughts on “Rotkraut mit Hirsebällchen”

  1. Haben wir immer noch nicht gemacht… *kopfschüttel*, jetzt ist aber Rotkraut erstmal ein paar Wochen tabu, dann werd ich es an nem kalten Sommertag in Auftrag geben 😉

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